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Affirmative Subversion am Beispiel Blüthner

Gerade beim häuslichen Dürüm-Essen in der Umschau den leipziger Piano/Flügel-Blüthner gesehen. Das ist ja ein ganz großer Sympath, beredsam und intelligent ist er auch. Dort, ja bei Blüthner in Leipzig, dort herrscht Harmonie auch in der Produktion. Aber nicht nur die Firmeninhaber sind sympathisch, nein, die Mitarbeiter der Julius Blüthner Pianofortefabrik sind höchst motiviert. So ist auch die Spitzenqualiät der hergestellten Instrumente zu erklären. Böse wäre, hier von Hungerlöhnern zu sprechen. Selbst wenn die gezahlten Löhne unter dem Tariflohn lägen, hätte das natürlich keine Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft der Arbeiter. Zu einem Spitzenprodukt muss eben nicht immer ein Spitzenlohn passen. Selbst “Künstler der heiteren Muse” wie Marlene Dietrich oder “Die Beatles” waren “Meister am Blüthner”. Da ist es doch egal, ob dort gestreikt wird, ob man Tariflöhne zahlt, wie die Firmenleitung in der Öffentlichkeit auf- oder der Gewerkschaft entgegentritt. Der Name Blüthner ist durch nichts zu erschüttern. Er steht für guten Klang, Tradition und Qualität.

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