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Monthly Archives: May 2007

Zensur Zweierlei: Ziercke meets Kim

Pjöngjangs Behörden verbannen, nachdem die FAZ dort schon eine ganze Weile nicht mehr zu finden ist, nun alle deutschen Zeitungen und Zeitschriften aus dem Lesesaal des dortigen Goethe-Instituts. Offizielle Begründung: Man wolle Platz für wissenschaftliche und technische Publikationen schaffen. Dumm, dass sich Frau Limbach 2004 schon auf den Titel “Vermittlungsstelle für Deutsche Wissenschaftliche und Technische Literatur im Goethe-Informationszentrum Pjöngjang” einließ. Dann kann man das eben so begründen.

Berlins Behörden verbannen*, nachdem es schon eine ganze Menge Kritik an den repressiven Sicherheitsrichtlinien für den Gipfel gibt, nun einige kritische Journalisten vom G8-Treffen in Heiligendamm. Offizielle Begründung: Keine. Das zuständige Bundespresseamt handle lediglich auf Empfehlung des BKA. “‘Wenn von den Betroffenen ein Sicherheitsrisiko ausgeht, müssen die Behörden triftige Gründe nennen’, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. ‘Es drängt sich nach unseren Erkenntnissen allerdings der Eindruck auf, dass kritische Berichterstattung über den G 8-Gipfel unterdrückt werden soll'” [hier]. Dann sollte man sich doch wenigstens eine schöne Ausrede im Nordkorea-Stil zulegen.

[* = die Journalisten werden wohl nicht akkreditiert | siehe DJV-Link | Natürlich kann man Pjöngjang nicht mit Berlin vergleichen. Hier werden sie nur in einem Atemzug genannt, da beides heute gemeldet wurde.]

UPDATE (2007-6-1): Vielleicht ja nun doch Fromm statt Ziercke? Reiner Metzger bei der taz.

“Das Web 2.0 als Raum der Erinnerung”: Mephisto-97.6-Interview in der Themenwoche zu “Leipzig 2.0”

Ich denke ja, dass die Menschen bei Mephisto 97.6 gut geschnitten haben; meine Kommentare zum Wettergeschehen gestern und zu meinen nassen Klamotten sind nämlich raus. Arbeiten muss ich an:

  • meiner Sprechgeschwindigkeit (Ich bin zu schnell und poltere leicht.)
  • meiner Aussprache (Ein “ist” ohne “t” is schon okay und durchaus beabsichtigt, nur so pfeifen darf der Frikativ nicht.)
  • meinen Füllseln (Massenhaft “ähm”s und “äh”s fallen schon auf, und ich befürchte, dass man bald Strichlisten anlegen wird. Zum Glück zucke ich nicht verrückt oder habe sonst einen Tick.)

Hier ein Link auf das Interview zum Thema “Erinnerung im Web 2.0”: Dominika Jaschek im Gespräch mit Heiko Zimmermann.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


[Quelle: hier]

Hat Spaß gemacht. Vielen Dank liebe Dominika und lieber Carsten!

Gigold live…

…kann man wohl morgen um 19 Uhr erleben: das lange Interview bei Mephisto 97.6 in der Themenwoche zu Leipzig 2.0.

hassPredIgten gg. "schwuchteln" und "musils"

Mein Gott, was heute schon wieder in Groß-A-Bloggsdorf los ist… Erstaunlich. Da werden in hunderten in kürzester Zeit auflaufenden Kommentaren die Trolle, Idioten und Nazis gefüttert, anstatt einfach seine PI-Feeds abzubestellen. Das Watchblog Islamophobie verlinkt.

Only You Can Prevent Bunny-Punchings

Source + Info: http://bancomicsans.com/propaganda.html

Wie Vincent Connare zugibt, entwickelte er seine Comic Sans lediglich für Microsofts Skandal-Kläffer Bob. Besonders stolz ist er wohl auch nicht. Es gibt viele Gründe, diese Schriftart zu verbannen. Wie Frau Merkel sagen würde: “Das sind aber Dinge, über die darf man nicht diskutieren”. Also, einfach machen! Comic Sans aus den eigenen Dokumenten ausmerzen ;-). Hier gibt es Propagandamaterial. Übrigens gilt der Aufruf nicht allgemein. Für Kindergeburtstage, Krippenfeiern oder Grund-und-Förderschul-Lehramts-Fachschaftsveranstaltungen ist die Schrift durchaus geeignet.

Vincent Connare admits that he developed his Comic Sans for Microsoft’s scandalous attention-whory yapper Bob. He doesn’t seem to be very proud of that. There are many reasons to ban this font entirely. As the German chancellor Merkel would say: “These are things that do not need to be discussed”. Ergo, do it! Ban Comic Sans from your own docs and spread the word ;-). Here you can find propaganda material. This is, however, not a general plea. The font is more or less suitable if you invite to children’s birthday parties, day-care events or union parties of primary and special school teacher students.

Landwirtschaft fehlen zehntausende Hungerlöhner

Source + info: cf. link.Laut Dietrich Paul, dem Präsidenten der Vereinigung der Spargelbauern Niedersachsen, fehlten ein Drittel der Erntehelfer, und deshalb verrotteten dreißig Prozent des Spargels auf deutschen Spargelfeldern. Bis zum Beginn der Spargelsaison waren das Problem die rückenverschmerzten deutschen Langzeitarbeitslosen bei denen trotz angekündigter Stützekürzung die Abbrecherquote extrem hoch war. Und nun ein neues Problem: polnische Stecher tun es auch nicht mehr für fünf Euro pro Stunde. Naja, nicht mehr so gern. In anderen Ländern gibt es Mindestlöhne, die natürlich darüber liegen. Dorthin fahren die Saisonarbeiter nun, und die deutsche Spargelindustrie meckert. “Zudem gingen viele bewährte Erntehelfer aus Polen lieber nach Großbritannien oder Holland, wo sie im Gegensatz zu Deutschland unbefristet arbeiten und den Arbeitgeber wechseln dürften” (hier). Herr Sonnleitner fordert deshalb die volle Freizügigkeit für Erntehelfer aus Osteuropa. Selbst wenn, würde es ihm nichts nützen, denn auch polnische Saisonarbeiter beherrschen elementare Algebra. Der gesetzliche Mindestlohn in Holland und dem UK liegt bei ca. acht Euro. Also, nicht meckern, liebe Bauernlobby, sondern mehr zahlen! Ist ja ein ganz einfach Rechnung. Ich befürchte übrigens, dass man dann die polnischen Helfer nicht mehr benötigen würde, da sich genug deutsche Erntehelfer fänden–ganz ohne ALG-Kürzungsandrohungen, Ein-Euro-Job- oder “Weiterbildungs”-Bestrafungen.

Make Love not Rempeln

lieberfickenalsrempeln.png

Eine sehr kluge Meinung vom Trashboard bei HE.

Kinderschänder und Nazis an den Galgen?

Gestern gegenüber dem Aldi in der Steinstraße ein dunkles Auto mit einem URL-Aufkleber: “todesstrafe-fuer-kinderschaender” mit deutscher Top-Level-Domain. Als ich das sah, habe ich fast meine Einkäufe fallen lassen, mich dann aber getröstet mit dem Gedanken, dass dies lediglich eine provokante Adresse sein müsse, die dann doch nicht dumm und populistisch Stammtischsprüche wälzt. Eben habe ich also nachgesehen und erkannt, dass ich mich getäuscht hatte. Die Website von Christian B. aus Bleckede strotzt nur so von fragwürdigen Sprüchen und verdrehten Argumentationen und fordert tatsächlich die plan- und rechtmäßige Tötung von Menschen. Erstaunlich sind die Umfragen und damit die Selbstaussagen der Benutzer: nach derzeitigem Stand finden nur knapp 25% “das aktuelle Grundgesetz d. Bundesrepublik […] ok”, knapp 64% denken, dass sich die NPD am besten für das “Wohl unserer Kinder” einsetze. Na, dann weiß man ja, wer oder was dahinter steckt. Herzlichen Dank! Was mach ich nur, wenn der Wagen das nächste Mal vor meinem Aldi steht?

Seit mein Donnerstagsnachgetanerarbeitindernachhilfeschuledöner-Dönerladen geschlossen hat …

… kappiere ich einiges nicht mehr.

Beispielsweise lese ich viel zu spät solch interessante Posts wie von *******, der sich mit mit Mensaessen (Vor- und Nachspeise) im Park aufhielt und ein Kriegs-Musikvideo bewirbt. Dieses:

Rotz auf der Wiese.

Viel erstaunlicher ist jedoch, dass ******* auch ein Video von Rainald Grebe verlinkt, das ich vorgestern zum ersten Mal gesehen habe (ganz unabhängig von der Flohbude und nachdem ich seit Anfang 1978 nie irgendein Video von besagtem Grebe gesehen hatte), nachdem (oder kurz davor?) mir Raik beim Nonnen-Tanz am Wegekreuz im Park/Wald letzte Woche von Grebe erzählte.

Hoffentlich macht bald wieder der Döner auf.

EpoepoepoepoepoepoepoePoe

Epo kaufen

Komm raus, Ulle!

Quoth the Raven ‘Nevermore.’

Wendy Cope liest in Leipzig

Source and further info: cf. link.Wie UK in LE verkündet, liest die englische Lyrikerin Wendy Cope am Donnerstag, den 14. Juni, im Haus des Buches. Neben der Fähigkeit T. S. Eliots “The Waste Land” in einen Limerick zu pressen, ist sie mir vor allem durch ihr Gedicht “English Weather” bekannt, das ich schon oft eingesetzt habe, um Schülern zu zeigen, wie sich innerhalb einerhalb kürzester Zeit ein fremdsprachiges Gedicht lernen lässt:

January’s grey and slushy,
February’s chill and drear,
March is wild and wet and windy,
April seldom brings much cheer.
[…]

Das Ende des Gedichts ist richtig cool, wird aber hier nicht verraten (Ist bei Faber & Faber, und ich habe gehört, dass die nicht zimperlich sind, was Copyright Infringements angeht.) ;-). Wer mag, findet hier ein Orangengedicht–wie vielsagend…

“Sie haben durch ihren Dienst zum Frieden in der Welt beigetragen.” (F. J. Jung)

Haben sie das? Wie schön! Manchmal habe ich noch ein schlechtes Gefühl wenn Soldaten und Frieden in einem Atemzug genannt werden. Das ist z. B. auch bei Freiheit und Sklaverei oder Unwissenheit und Stärke der Fall. Woher dieses falsche Gefühl kommt, weiß ich nicht. Vielleicht ist es ein generelles Unverständnis der neokondeutschen Sprechweise. Doch muss ich mich wohl beeilen und schnell Doppeldenk lernen, bevor mir die “Stasi 2.0” auch ein paar Metalstäbe zum Geruchsabgleich in die Hand drückt oder mich prophylaktisch in den Knast steckt.

(Zu diesem Thema fällt mir auch noch Frau Roys übermäßig polemischer Artikel in Outlook India vom 29. Oktober 2001 ein–mir ist gar nicht klar warum…)

Aus der losen Reihe “Reichenbach im Vogtland / oberer Bahnhof”

reichenbach_pano1thb.JPG

Wie bereits versprochen, mal ein Bild aus Lovely Reichenbach. Draufklicken und das Panorama genießen! Ja, mein Canon-Stitch-Assistent funktioniert nicht richtig, deswegen habe ich ein bisschen Info aus dem Bild genommen. Aber einen generellen Eindruck bekommt man schon. Das nächste Mal hoffe ich, die für Kiosk-Besucher bereitgestellte Festzeltgarnitur ablichten zu können.

Es drostelt: "niemand hat ein Bömbchen für Bayreuth übrig"

Auf meiner Suche nach Parallelen zwischen Bayreuth und Beirut–denn so sprechen die Dortgeborenen wohl den Städtenamen aus–stolpere ich also über den MDR-Droste. Wiglaf. Aber nicht beim hirnlosen MDR. Diesmal wortschwurbelt er bei der TAZ herum. Dass er die kleine oberfränkische Wagner- und Jean-Paul-Metropole “ein geistloses Erdloch” nennt, stößt mir aber fast schon ein bisschen auf…

“Das sind aber Dinge, über die darf man nicht diskutieren…”

Via Batz und Manniac ein Schnipsel aus der ZDF-“Doku” “Auf Nummer Sicher” von David Dietl. Der Film zeigt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kuckst du hier!:

“Man darf nicht sagen, ach das ist doch nicht so schlimm. Hier ‘n bisschen was weggeschmissen und dort einen angerempelt, hier mal auf’m Bürgersteig gefahren und dort mal in der dritten Reihe geparkt, immer so hinter dem Motto ‘Is alles nicht so schlimm’.
Ist alles nicht nach dem Gesetz, und wer einmal Gesetzesübertretungen duldet, der kann anschließend nicht mehr begründen, warum’s irgendwann schlimm wird und irgendwann nicht so schlimm ist. Und deshalb: Null Toleranz bei Innerer Sicherheit, meine Damen und Herren.”

Kann gar nicht fassen, dass das wirklich der O-Ton sein soll. Ist aber wohl so. Leider! “Einfach machen” und “nicht diskutieren” klingt irgendwie nicht so richtig demokratisch, befürchte ich…

Uhl und Wader im Konzert beim Panzer

Ich denke ja nicht, dass die Öffentlich-Rechtlichen unbegrenzt wachsen müssen. Die Mediathek des zweiten Programmes hat jedoch tatsächlich ein paar Vorteile. Eben habe ich das Nachtstudio vom 6. Mai gesehen. Der von mir hoch geschätze Hannes Wader im Konzert mit der mir bis dato gänzlich unbekannten Manuela Uhl. Sehr schön. Neben einem quellgesichtigen Sebastian Krumbiegel gab es dort dann auch noch Karl Adamek, der tatsächlich das Prinzip Ohrspange praktiziert. Also, wer es noch nicht gesehen hat: “Die Magie der Stimme–Warum Singen glücklich macht“. Es lohnt sich.

Albert’s am Markt geschlossen

Source + info: cf. link.“Dank der Baumaßnahmen zum Leipziger Citytunnel sahen wir uns genötigt, unser Restaurant zu schließen” prangt als einziger Text unter dem Logo der Wirtschaft auf deren Website. Über Telefon ist niemand zu erreichen. Heute sollte ein Kreuzer-Abo-Gutschein für das Restaurant eingelöst werden. Daraus wird wohl nichts werden. Haben die wirklich geschlossen? Seit wann? Warum denn wirklich? Hat man sich mit Kreuzer-Abo-Gutscheinen übernommen? Was ist jetzt dort am Markt? Fragen über Fragen…

Antworten?

Wie sich Leipzig, Sachsen und der Bund im Moment doch sehr unterscheiden, wenn man die Organisation der öffentlichen Sicherheit betrachtet…

Na wie schön, jetzt gehen die Verfassungsschutzakten über mutmaßlich organisierte Kriminalität doch an die Staatsanwaltschaft. Wichtig sei nach André Hahn von der Parlamentarischen Kontrollkommission des sächsischen Landtags nun, dass die Dokumente auch an die Generalbundesanwaltschaft und das BKA gingen, da die sächsischen Staatsanwaltschaften selbst verwickelt seien. “Die Unterlagen sollen brisantes Material zu Korruption, Amtsmissbrauch und Kinderprostitution enthalten”–das volle Programm also–und es seien “auch Politiker, Justiz- und Polizeibeamte aus Leipzig verwickelt” [hier].

Bunkhardt Jung indessen wartet auf Hinweise aus Dresden. Vielleicht kommen die ja doch noch, die Zeichen und Wunder aus dem Osten. Vielleicht…

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.


[Quelle: Mephisto]

Ach, und falls der lustige sächsische Sumpf nicht trockengelegt wird, dann kann man, falls man diese sächsische Qualifikation noch nicht erworben hat, das Nassfilzen auch erlernen.

Heiligendamm SchutzzaunNoch nicht qualifizierten Staatsdienern sei aber bewusst, dass sie ohnehin schon verdächtig sind: Du bist Staatsfeind [via: Batz]. Da kann man sich nur darüber wundern, dass im Bereich um unseren derzeitigen Lieblingszaun um Heiligendamm herum keine Selbstschussanlagen oder Minen angebracht wurden. Das gab es doch schon einmal, und hat ein paar Jahre ganz gut funktioniert. Damit ließen sich Demonstrationen im Sicherheitsbereich (200m / 2000m) doch viel leichter vermeiden. Lieber Herr “Staatssicherheitsminister”, das wäre doch viel effektiver als vorbeugende Haft.

Falscher Hase

Falscher Hase

Die Kunst bei der Zubereitung eines Falschen Hasen besteht wohl darin, weder ein rohes Ei, noch ein knochenhartes, blasses (wie bei Martinas oder Monikas oder Giselas Bildkochbuch) zu erhalten. Übrigens ist der Teller unter dem Hackbraten einer mit Hase- und Wolf-Motiv: “??, ??????!”

Gestern vor dem P&C einen “Andenterroristen” mit kompletter Ausrüstung (Generator, Lautsprecher, Schmuck, CDs, Panflöte etc.) gesehen. Jetzt hoffe ich, dass Leipzig für diese Musikanten nicht interessant wird. Falls sie irgendwann regelmäßig in voller Besetzung in der Petersstraße stehen, fahre ich am Wochenende zum Bummeln ins PC oder zu Globus. Schade nur, dass es dort keine Interimsmensa gibt…

Update 2008-3-22: Das Bild ist übrigens unter Berücksichtigung der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND verwendbar. Also nur zu: Kopieren, drucken, was ihr wollt! Nur eben: Quelle und Lizenz nennen, nicht weiter verarbeiten und nicht kommerziell nutzen. Herzlichen Dank!

Astro-Genital: Genitale Horoskope aus Thüringen

Via blog off! lese ich also über das Zukunftlesen aus Vagina und Schwanz. Von Martha Olschewski aus Arten in Thüringen kommt die tolle Website mit Info über das Kaffeesatzklauben zwischen Vorhaut und Schamlippen. Sehr interessant und hilfreich…