Da sollten die Leipziger nun ihre Leonie zu Gesicht bekommen, bevor diese unter der Erde verschwindet. Leider wurde nichts daraus. Die LVZ hatte zuvor ihre Leser gebeten, der Tunnelbohrmaschine einen Namen zu geben. In einer Ted-Umfrage entschieden sich 39,8% für den Gewinnernamen. Ähnlich öffentlichkeitswirksam wurde dann also auch von der Wirtschaftsförderung Sachsen zur Schildtaufe eingeladen:
Am Donnerstag dem 11. Januar 2007 findet am Bayerischen Bahnhof die Taufe der Tunnelbohrmaschine (TBM) statt. Dafür ist die Baustelle von 10:30 - 15:00 Uhr geöffnet und wir laden Sie herzlich dazu ein, sich die Maschine aus der Nähe anzusehen, bevor sie im Untergrund verschwindet. [hier]
Dummerweise wurde aus dieser Nähe nichts, da die Schaulustigen nur von oben in die Baugrube kucken durften, in der die Prominenz die Taufe vollführte und auf Tuchfühlung mit Leonie gehen durfte. Diese war nach oben sogar durch ein schützendes Zelt vor Blicken der gewöhnlichen Leipziger abgeschirmt. Nicht einmal ein Lautsprecher wurde für die interessierten Massen installiert, von einer Videoleinwand oder ähnlichen Dingen wollen wir erst gar nicht reden. Und so sickerten nur Gerüchte nach oben durch.
Angelika Meeth-Milbradt, die Frau des sächsischen Ministerpräsidenten, habe es zuerst nicht geschafft, die 1,5l-Flasche Perlwein am Gerät zu zerschlagen, so dass ein Arbeiter nachhelfen musste… Auch wenn die Leipziger also den Schildbohrer nie direkt zu Gesicht bekommen werden, werden sie ihn vielleicht in den nächsten Monaten spüren. Der Bohrstart ist für den 15. Januar avisiert. Zwei Monate später soll der Leuschnerplatz erreicht sein. Ob dann im Café Cantona noch alle Gläser heil sind, werden wir sehen…




5 Kommentare
Vielleicht gibt es gar keinen Bohrer? Vielleicht wollen SIE es uns nur Glauben machen! Und das Vibrieren wird dann bestimmt nur durch die Elefanten verursacht, die im Zoo auf und ab hüpfen müssen…
Elephantenhochsprungübungen: Das erinnert mich irgendwie an theoretische Physik für Lehramtsstudenten… Danke Woody für die Aktualisierung! Vielleicht hätte sich mein Warten gelohnt. Leonie, Leeeeooooniiie!
Man sollte mal genauer rechachieren und nicht genauso ein Niveau wie die LVZ an den Tag legen ! Die Besucher konnten wohl von 13-15 Uhr in die Baugrube!
@frank: siehe Woodys Trackback! Was soll ich da weiter schreiben? (Und wenn die Auskunftspersonen selbst diese Auskunft nicht parat haben, sondern meinen, dass man nicht in die Grube hinunter kommt, dann tut es mir um die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts sehr leid.) Denkst du nicht, dass du als offizieller Dokumentator und Lobby-Arbeiter Privilegien hast? Hast du dich zwischen 13 und 15 Uhr mal versucht, dort anzustellen?
Das die Leute von der Öffentlichkeitsarbeit nach 13 Uhr nicht mehr da waren ist …. Ebenso das Sie keine … haben . Jedoch sind alle Besucher, die bis 15 Uhr an der Baugrube waren auch nach unten gekommen. Davon abgesehen, dass es eigentlich nicht geplant war, dass die Besucher nach unten dürfen sondern die Presse mal wieder etwas falsch verstanden hatte.
Weiterhin sei zu bemerken, dass es auch eine rechtliche Frage ist, wenn Besucher auf der Baustelle sind. Was passiert denn wenn eine Oma den Treppenturm runter fällt ?
One Trackback/Pingback
Schlange stehen…
…war heute Mittag am Bayrischen Bahnhof angesagt, wenn man einen genaueren Blick auf den Tunnelbohrer werfen wollte….
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