Ich bezeichnete die Ilse ja eine Zeit lang als meinen Hausklub, aber was sich eben dort abspielte spottet jeder Beschreibung: fünf Euro Eintritt scheinen mir noch in Ordnung zu sein. Aber wenn man seine Bude dann so füllt, dass man nirgends mehr tanzen kann und vom Eingang kaum zum Klo oder von der Bar kaum zum Ausgang oder vom Klo kaum zur Bar oder wie auch immer kommt, dann hat die reine Profitgier wohl wirklich obsiegt und die Ilse wird zur No-Go-Area. War das früher besser? Vielleicht ist ja Gudruns Gesellschaft für angewandte Popkultur mbH der Beitrag der Zeit zu Kopf gestiegen? Wer noch etwas wirklich alternatives oder neues erleben möchte, kann nun wahrscheinlich wirklich nicht mehr in der Südvorstadt oder in Connewitz bleiben… Ich, jedenfalls, habe die Schnauze erst einmal gehörig voll vom Ilses Erika und gehe demnächst vielleicht wieder in die MB. Ist ja dasselbe, nur größer und billiger. ![]()
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4 Kommentare
Ach so ein Mist .. neulich sprachen wir noch drüber und jetzt doch das … Samstags MB kann ich allerdings nicht empfehlen, da ist der totale Schüleralarm. Als ich noch im Waldstraßenviertel wohnte war ich öfters mittwoch da, das war eigentlich immer recht nett. Für die ernsthaft arbeitende Bevölkerung aber leider auch keine Alternative.
Vielleicht glaube ich ja zu sehr an das Gute im Menschen, aber ich glaube nicht wirklich, dass das bei der Ilse was mit Profitgier zu tun hat. Seitdenn die anderen Veranstaltungen laufen so schlecht, dass man sich mit wenigen richtig gutgehenden Veranstaltungen pro Jahr sanieren muss. Wer weiß…
Schade trotzdem…
mit solchen Veranstaltungen kann man als Club, der von anfang ohne Förderung auskommt, wunderbare unbekannte Bands in seinen Räumen spielen lassen, die andere Clubs, die sich schon immer ordentlich fördern lassen, links liegen lassen, weil es keine Garantie gibt, das diese Bands die Hütte voll machen…
Ist schon klar, dass man in Connewitz so ein Image pflegen muss. Kann mir aber nicht vorstellen, dass man den Klub nur aus Gutmenschlichkeit betreibt; denn dann könnte man ja gleich sonntags im Elisabeth Rollstühle schieben… / Dazu kommt dann bestimmt, nur meine Vermutung, noch eine Cliquerei. Denn besonders kommunikativ und offen kann man ‘Gudrun’ nun nicht bezeichnen (zumindest habe ich auf E-Mail-Anfragen nie eine Anwort bekommen).
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