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Monthly Archives: January 2007

Wegflexen, abdremeln etc…

Quelle: wikimedia.orgHat jemand mal ‘ne Akkuflex?

Übrigens ginge auch wegdremeln, oder abflexen. Ist nur eine Frage der Häufigkeit…

Ein großer Bolzenschneider wäre auch okay.

(Einsatz im Planquadrat zwischen Hoffmann, Altenburger, Eisner und Lehmann.)

Die Uschi, die Natalia, der Matthias, der Rainer und der Vater von Reinhold bei Reinhold im Ersten

Da baut die Kommune 1 ein neues Leben auf einem Leichenberg auf, und der Reinhold verteitigt seinen Vater, den einfachen Mitläufer. Emotionen im weich gewaschenen Talk im Ersten. Na, das Öffentlich-Rechtliche kann manchmal doch noch was.

Film-Sound-Clichés

Quelle: hollywoodlostandfound.netWer kennt ihn nicht, den Wilhelm-Schrei? Na, nicht dem Namen nach, sondern vom Hören? Er ist nur einer von vielen Ton-Clichés in Filmen. Ein sehr interessanter Netzfund könnte Film Sound Cliches sein. Und wem das nicht reicht, der schaue sich einmal “The Wilhelm Scream Compilation” bei YouTube an!

Bdsm Blindtext

Quelle: blog.livemagz.comEin ungewöhnliches Logo mit Blindtext stammt von Tom Conrad. Auf seinem “Best Xtreme PornBlog” findet sich die beliebte Lorem-Ipsum-Variante gleich im Logo. Ob da der Grafiker noch auf die Bezahlung wartet oder ein Blindtext besonders gut zum Bondage- oder SM-Thema passt, erschließt sich nicht sofort…

Anders … Kelvin

Quelle: the-funneled-web.com“Wir müssen verhindern, dass sich die Erdtemperatur um mehr als 2 Grad Celsius erwärmt.” Das meint Frau Merkel in ihrem letzten Podcast. Wenn ich diese Äußerung höre, stört zwar einiges. Was aber vor allem irritiert ist Merkels korrumpierte Sprache.

Angela Merkel galt als fleißige Studentin. Sie selbst bemerkt später kritisch: “Experimentalphysik war nicht gerade meine Stärke. Mit dem Löten hatte ich Schwierigkeiten. Und meine Schaltpläne haben in der Praxis meistens nicht funktioniert.” [hier]

So schlecht, dass sie jetzt Kelvin und Grad Celsius durcheinander bringt kann sie nun aber wirklich nicht gewesen sein in der Ex-Physik. Eine Anpassung an den Massengeschmack also, Opportunismus auf Kosten der Exaktheit. Hoffentlich ist eine solche Einstellung wenigstens für die Politik von Vorteil…

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Leonie enttäuscht Leipziger bereits zur Taufe

Gewöhnliche LeipzigerDa sollten die Leipziger nun ihre Leonie zu Gesicht bekommen, bevor diese unter der Erde verschwindet. Leider wurde nichts daraus. Die LVZ hatte zuvor ihre Leser gebeten, der Tunnelbohrmaschine einen Namen zu geben. In einer Ted-Umfrage entschieden sich 39,8% für den Gewinnernamen. Ähnlich öffentlichkeitswirksam wurde dann also auch von der Wirtschaftsförderung Sachsen zur Schildtaufe eingeladen:

Am Donnerstag dem 11. Januar 2007 findet am Bayerischen Bahnhof die Taufe der Tunnelbohrmaschine (TBM) statt. Dafür ist die Baustelle von 10:30 – 15:00 Uhr geöffnet und wir laden Sie herzlich dazu ein, sich die Maschine aus der Nähe anzusehen, bevor sie im Untergrund verschwindet. [hier]

Prominente Sachsen und andereDummerweise wurde aus dieser Nähe nichts, da die Schaulustigen nur von oben in die Baugrube kucken durften, in der die Prominenz die Taufe vollführte und auf Tuchfühlung mit Leonie gehen durfte. Diese war nach oben sogar durch ein schützendes Zelt vor Blicken der gewöhnlichen Leipziger abgeschirmt. Nicht einmal ein Lautsprecher wurde für die interessierten Massen installiert, von einer Videoleinwand oder ähnlichen Dingen wollen wir erst gar nicht reden. Und so sickerten nur Gerüchte nach oben durch. Leonie mit SichtschutzAngelika Meeth-Milbradt, die Frau des sächsischen Ministerpräsidenten, habe es zuerst nicht geschafft, die 1,5l-Flasche Perlwein am Gerät zu zerschlagen, so dass ein Arbeiter nachhelfen musste… Auch wenn die Leipziger also den Schildbohrer nie direkt zu Gesicht bekommen werden, werden sie ihn vielleicht in den nächsten Monaten spüren. Der Bohrstart ist für den 15. Januar avisiert. Zwei Monate später soll der Leuschnerplatz erreicht sein. Ob dann im Café Cantona noch alle Gläser heil sind, werden wir sehen… 😉

Von oben sieht man zumindest die Massen, die selbst gar nichts sehen können...

Der Hetero-Analverkehr ist die Metrosexualität des kleinen Mannes: Dietmar Dath zum Arschfick

Bristol Stool ChartMan kann eigentlich ebensogut auch gleich mal über das Anale reden. Dafür sind wir Deutschen ja prädestiniert. Man sieht es an unseren Schimpfwörtern und Flüchen und eben unseren popkulturellen Provokationen, wie Dietmar Dath sie in der von satt.org feierlich mit Lorbeerkranz ausdrapierten Abhandlung beschreibt und zugleich zelebriert. Aber vielleicht geht das schon zu weit und man muss mit einem Gegenwartsbezug beginnen, denn zwar feiert Frank Fischer den Dath’schen Traktat am 6. Januar, jedoch stammt jener bereits vom April 2006 und bezieht sich auf ein Musikstück, dass noch viel älter ist.

Also: “Gas-Like Odor Permeates Parts of New York City,” schreiben Christine Hauser und Sewell Chan am 8. Januar in der New York Times: “The smell was reported from midtown to Battery Park City, and strong odors were reported in Jersey City.” Behörden versuchten an jenem Tag den Beschwerden vieler Einwohner New Yorks nachzugehen, die sich auf einen penetranten faulgasähnlichen Geruch in der Stadt bezogen. Faulgas (natural gas), das ist vor allem Methan, aber eben auch Schwefelwasserstoff (schon einmal an faulen Eiern gerochen?). In der Natur entsteht dieses Gas, von anaerob lebenden Bakterien gebildet, in stehenden Gewässern und Sümpfen, weshalb es auch Sumpfgas genannt wird. Es wird aber auch im Darm von Tieren und Menschen und im Pansen von Wiederkäuern erzeugt. Wie dem auch sei, roch es in New York nach Sumpf, Faulturm, Kuhrülps, Fleischfurz oder eben nach Faulgas. Angestellte wurden aus Bürogebäuden evakuiert, Belüftungsanlagen ausgeschaltet, Schulen geschlossen, doch die Quelle des Gestanks blieb unklar, wie so oft: “Mysterious odors come and go in the New York City area, sometimes never identified.” (Mehr zur “Gas Mystery”.)

Letztendlich bleibt die Erinnerung an Ausscheidungen ganz generell unheimlich, weil Ausscheidung, Verstoffwechslung unheimlich ist–viel zu direkt sensuell körperlich. Deswegen die Reaktionen. Im selben Moment in dem die Meldung über den bestialischen Gestank in New York durch die Medien kreiselt und sich Journalisten fragen, wie sie diese unhaltbaren Zustände in den audio-visuellen Medien darstellen sollen, stolper ich über den Bristol Stoll Chart, ein Diagramm zur Kategorisierung von menschlichem Kot. Sehr interessant, ermöglicht dieses Diagramm doch eine differenziert standardisierte Beschreibung menschlichen Fäzes. Lustigerweise wird diese Kategorisierung in Bristol weder vom United Bristol Healthcare NHS Trust noch vom North Bristol NHS Trust benutzt. Ob die Einordnungen in Deutschland üblich sind, ist mir unbekannt.

Doch zurück zum “teils weißen und teils nicht ganz so weißen Schmuddel-HipHop aus Berlin,” wie Dath ihn nennt. Dem Literazisten ist an einer Analyse (es kalauert!) dieser populärkulturellen Erscheinung gelegen. Ganz klassisch steckt der Schmuddel-HipHop seinen Claim mittels “archetypischer” Verfahren ab: Man suche sich einen Punkt in der Mitte zwischen Spießer und Perversem und erstürme ihn, offene Türen einreißend. Diesen Zugang zum Analen gliedert Dath in die Geschmacksnoten “ganz schlecht,” “etwas besser,” “noch besser” und “am besten.” Wie er das genau tut, und wie man am Ende doch “heavily into urine and excrement” landet, lese man jetzt wirklich bei Dath selbst, der seine Betrachtungen in veränderter Form auch in dem Buch Sauerei Moderne veröffentlichen möchte. Hoffentlich streicht er den alles wieder vereinenden letzten Schmus-Absatz.

Lila Linie

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Matrosen mit /h

Horatio und die Seeleute
[Foto: Nicht unter CC-Lizenz, sondern copyrighted.]

Die Hits des Jahres 2006, und die von 1986: Bei Gudrun sind sie nicht wirklich zu hören

StempelIch bezeichnete die Ilse ja eine Zeit lang als meinen Hausklub, aber was sich eben dort abspielte spottet jeder Beschreibung: fünf Euro Eintritt scheinen mir noch in Ordnung zu sein. Aber wenn man seine Bude dann so füllt, dass man nirgends mehr tanzen kann und vom Eingang kaum zum Klo oder von der Bar kaum zum Ausgang oder vom Klo kaum zur Bar oder wie auch immer kommt, dann hat die reine Profitgier wohl wirklich obsiegt und die Ilse wird zur No-Go-Area. War das früher besser? Vielleicht ist ja Gudruns Gesellschaft für angewandte Popkultur mbH der Beitrag der Zeit zu Kopf gestiegen? Wer noch etwas wirklich alternatives oder neues erleben möchte, kann nun wahrscheinlich wirklich nicht mehr in der Südvorstadt oder in Connewitz bleiben… Ich, jedenfalls, habe die Schnauze erst einmal gehörig voll vom Ilses Erika und gehe demnächst vielleicht wieder in die MB. Ist ja dasselbe, nur größer und billiger. 😉

Ich Skype; du Skype?

Skype Logo (R), Source: WikimediaJetzt habe ich mich so lange darum gedrückt, hatte es erst erfolglos mit Sipgate versucht und habe mir dann später gedacht, dass ich sie mit meiner O2-Flatrate nicht nötig hätte, die VoIPerei.

Nunja, aber jetzt scheint Skype doch eine Option zu sein. Es funktioniert ganz gut, ist aber ziemlich schlampig programmiert, wie es scheint. Da gibt es beispielsweise die Funktion, Winamp bei Anrufen automatisch pausieren zu lassen. Das ist gut, nur nach Ende des Anrufs muss man Winamp manuell aufwecken. Dann ist da noch diese Ordnergeschichte. Die ist echt nervig. Ich habe irgendwann die sinnlosen Skype-Wallpapers und -Avatars verschoben. Das Resultat war, dass Skype meine Soundkarten nicht mehr erkannte. -> ? Naja.

Trotzdem! *lach* Ich freue mich schon auf die nächste Telefonkonferenz über Stadtteil- und Kontinentgrenzen hinweg…

Überraschen wir uns damit, was möglich ist!

Das beginnt übrigens bei jedem von uns ganz persönlich: zum Beispiel mit einem Gespräch, einem ausgedehnten Spaziergang, einem Besuch oder indem wir mal das Handy ganz bewusst ausschalten, auch wenn dies manchem, wie zum Beispiel auch mir, zunächst einmal ungewohnt erscheinen mag. Sie werden sehen, wie gut all das für das Miteinander ist.

Quelle: Kanzlerin.deAha! … Na, dann! Ich habe meines schon ausgeschaltet. Ein Kanal weniger, über den Blödsinn, wie dieser letzte Absatz der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin.de kommen kann.

Den Podcast der Bundeskanzlerin.de habe ich trotzdem abonniert. Ist ganz witzig, wie die Politik doch immer richtungslos herumschlingert. Einerseits lässt z. B. das Kanzleramt von evisco diesen Podcast produzieren; andererseits führen der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck und die anderen Kultushoheiten über die GEZ-Hintertür in Deutschland eine Internetsteuer ein. Die war zwar schon lange angedacht (1998, 2002, …), aber dass sie so still und heimlich über uns hereinbricht und wieder einmal verteilend ungerecht ist, ist schon erstaunlich.

Mal sehen, was es noch so bringt, das … Prost Neujahr!