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Monthly Archives: December 2006

Hinauskomplimentierung

Böses dräut der Uhren Glanz. Aber vielleicht findet man beispielsweise bei Silvester.de, dem großen Portal zum Thema Silvester, doch noch die passende Veranstaltung, um das gebrauchte Jahr halbwegs anständig in die Wüste zu schicken…

Porn on Player

Quelle: http://blog.wired.com/gadgets/images/brown_landscape_video_porn.jpgJust before Christmas, young mother Chanell Martin and equally young father Derrick Wood had a distressing experience after having bought a Zune Player for their twelve-year-old daughter: the player was contaminated with most appalling homoerotic porn! As Robin Robinson reports, the couple bought the player at Wal-Mart. After the couple’s daughter had realized that there was something wrong with the player, they confronted the shop manager with the content of the player, but he blamed it on Microsoft. As engadged points out, a Wal-Mart spokesperson later said they would provide the couple with a full refund plus an additional 25 USD gift card. Together with the money they could possibly get from Ford (watch the vid!), or Wal Mart (compensation?) and the royalties from their TV interviews, I suppose, they will be able to buy themselves a number of Zune Players and iPods. Anyway, there seem to be unconventional ways to get hot free porn out there… 😉

Reichsstraße, Leipzig in der Vorweihnachtszeit

Leipzig, Reichsstraße in der Vorweihnachtszeit 2006

/h/gelblog wünscht ein

Frohes Fest!

GEZ noch?

Ein sehr guter Überblick über die Gebührenpflichten durch den achten Rundfunkgebührenstaatsvertrag von Wolf-Dieter Roth bei telepolis.

Säulen, heilige?

Säulen am Pariser Platz

Zwei verschiedene Säulentypen sind hier zu bewundern. Die rechte Bauart gibt es auch in der Wächerstraße in LE zu sehen. Sie steht, aber da muss man noch mal den Kusthistoriker fragen, für die Gegenwart, das globale Imperium, den Hegemon und für die Festung. Die linke gehört zu einem Tor, ein Symbol der Offenheit. Hier am Pariser Platz stehen sie zusammen. Ob’s passt?

Viele schöne Berlin-Bilder findet man bei The Daily Atze.

Vorstehhunde

Was ist eigentlich ein Vorstehhund?

Willkommen in der Orlasenke!

Ich bin nicht sicher, wie angenehm diese Begrüßung für Nicht-Orla-Senkler klingt. Das Webportal orlasenke.de liefert neben den Links zu den verschiedenen Informationsanbietern in der Gegend auch eine Regionalnachrichtenaggregation. News aus der Senke. Ganz interessant zu sehen, dass es in 99,9% der Nachrichten um Wirtschaft geht (und das, wo doch die Arbeitslosigkeit bei den Senklern so hoch ist): “Für Norma-Gelände wird Bebauungsplan erstellt” (es geht um Einkausmöglichkeiten und Raumplanung in Ranis), “Biometrie wird zu neuem Standbein” (natürlich geht es um einen Linsenschleifer in N.a.d.O.) oder “Hohe Hürde für künftige Lehrlinge” (dito). Als Erinnerungskrücke auf jeden Fall ein guter Link.

GUTEN MORGEN, liebe Eule!

Den dritten Tag in Folge ist der Mann mit dem Laubbläser hinterm Haus am Werk. Um acht ging es los. Gestern den ganzen Tag. Gibt es keine Regel, die verhindert, dass diese Geräte zur Mittagszeit oder vor zehn Uhr morgens zum Einsatz kommen, um die Geisteswissenschaftler, Langschläfer und Faulen zu schonen? Die Lerche mit dem Gebläse rächt sich an der Eule wegen der nächtlichen Störungen. Ist das brutal! Ich denke an den letzten Tatort. Ich denke an Killerspiele und die verlorenen Köpfe der Kirsten Harms. Gewalt aber bringt nichts! Man muss sich entziehen; doch es scheint zwecklos: Auf der anderen Seite dröhnt nämlich auch schon der Erdverdichter von der Baustelle gegenüber: Kunstanstalt Max Bresslauer. (In einer Stunde gehts auf ins Sportstudio. Da dudelt bestimmt schon wieder Jump mit der gleichen Playlist wie letzte Woche. Kurz nach elf kommen da die Scissor Sisters. ist der Chef nicht da, dreht dann wieder jemand das Radio leise. Ich wäre ja fürs Abschalten. Oder Sicherung raus! Nur das Klappern der Geräte und das Stönen aus dem Freihantelbereich. ????? ???????!)

Hey Hey 16K

ZX Spectrum: Photo by Bill Bertram

Zx SpectrumDer ZX Spectrum war der erste Massen-Heimcomputer in Großbritannien. Dort war er so wichtig wie die NTSC-Variante des C64 in den USA und der PAL-Variante des Brotkastens in der BRD bzw. dem KC85 in der DDR. (Hinter vorgehaltener Hand erzählt man gar, dass der Spectrum auch in der Zone einige Anhänger hatte.)

Anfang der 80er Jahre legte das britische Bildungsministerium das sogenannte Microelectronics Education Programme auf, um Computergrundlagen und elektronische Lernmaterialien an die Schulen zu vermitteln. Bis 1986 half das Wirtschaftsministerium den örtlichen Schulen auch finanziell bei der Beschaffung von Computern, darunter eben auch dem ZX Spectrum.

Einen direkteren Zugang zum englischen Computerbefinden damals erhält man vielleicht durch Rob Manuels Video “HeyHey16K”.

[Fotos: Bill Bertram / CC by-SA 2.5]

Cartoon Skeletons

Michael Paulus' Skeleton StudiesAmazing: Michael Paulus’s study of the imaginary skeletal systems of twenty-two past and present cartoon characters; amongst them: Hello Kitty, Pikachu, the Flintstone’s Barney, Tweety, Charly, Linus and Peppermint Patty.

Myspace der Präfinalen*

Fredson und Pikas schrieben schon vor geraumer Zeit über das neue Trauerportal von Ippen, WAZ und Holtzbrinck. Am Totensonntag ging trauer.de dann online und beglückt seitdem die Menschen mit Informationen zu alten Totenbräuchen, zu Vorsorge, Todesfall und Trauer, mit einer Suche nach Verstorbenen (speziell prominenten), mit virtuellen Kondolenzbüchern und einem E-Mail-Service, der einem ganz automatisch die aktuellen Toten seiner Region liefert.

Das Portal soll eine Ergänzung der traditionellen Traueranzeige sein. Der Verstorbene kann in einem Nachruf in seiner gesamten Persönlichkeit gewürdigt werden: Wichtige Lebens- Stationen, Hobbys, Stärken und die kleinen Schwächen. Auch Fotos werden dazugestellt.

[hier]

Das Branchenbuch bei trauer.de erleichtet notwendige Behördengänge, und, in der Tat, schreibt auch ITW, dass das Portal wirtschaftlich interessant sei, weil man beispielsweise Blumengeschäfte im Umfeld von Friedhöfen auflisten könne.

Da weiterhin fleißig gestorben wird, scheint die Zukunft des Portals, zumindest was die Datengrundlage betrifft, gesichert. Die Frage bleibt, ob ein virtuelles Kondolenzwesen sinnvoll ist. Mit Gräbern klappt das ja seit ein paar Jahren ganz gut; nur im Trauerfall: will man da tatsächlich erst mal ins Web? (Und jemand, der schlicht Todesanzeigen mag, ist hier besser aufgehoben.)

*Titel aus Fredsons Text.

Beatles: L O V E

Ich war nie Beatles-Fan, dachte immer, die seien für eine ganz andere Generation (Eltern~), eine, die sich noch um Stones vs. Beatles stritt. Außerdem kannte ich nur die Titel aus dem Musikunterricht und dem Dudelfunk. Als ich mir jetzt aber das neu abgemischte Album LOVE kaufte, war es einfach der Wahnsinn. Höre es rauf und runter. Wie konnte ich diese Musik bisher nur ignorieren? Ein Rätsel!

Party unter brennendem Hakenkreuz

“Sicher ist: Einige der LPR-Funktionäre sind rechtsextrem. / Die meisten Wähler sind wohl national-klerikal, überdurchschnittlich alt, unterdurchschnittlich gebildet, vom Land und außerdem Hörer des nationalkatholischen Propagandasenders ‘Radio Maryja’…”

Das schreibt Olaf Sundermeyer für SpOn aus Warschau. Das Video einer Neo-Nazi-Party empöre das Land. Zu LPR fiel mir bisher nur diese idiotische Aktion ein. Irritierend (und fast ekelhaft), dass Frau Merkel mit der Ente überhaupt reden möchte.

[Bildquelle: “Drogowskazy w Niemczech”]

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Mittlerweile hat das öffentlich zugängliche Testsystem des StudiVZ einige Liebhaber gefunden, da man dort ziemlich freidrehen kann. Da gibt es Gruppen wie “Ich bin der einzige hier mit seinen echten Daten”, zu der neben Theo Tester und Hans Dampf auch solch illustre Persönlichkeiten wie Albert E. und Peter Krumbein gehören.

Auch gibt es Gruppen mit den Namen “Geile Schnitten und noch viel mehr!”, “Hilfe, mein Geschlechtsteil kann sprechen!”, “Ich schwitze beim Kacken” und viele andere mehr.

Da nur falsche Personendaten angegeben werden sollen, dem Identitätsbetrug also bewusst Tür und Tor geöffnet wurde, finden sich eine Reihe kreativer Charaktere unter den Nutzern. Erwähnenswert ist da vielleicht Lassmiranda den Sewillja, eine junge Studentin der TU-Sofia, die gern Marathon läuft und auch sonst für Leistungssport zu begeistern ist. Zur Zeit ist sie Praktikantin.



Natürlich feiert die StudiVZ-Community sich auf diesen Seiten selbst, nimmt sich sogar selbst auf den Arm. Es ist ein karnevaleskes Spektakel, doch man verabredet sich schon für später: für dann nämlich, wenn das Testsystem wieder abgeschaltet wird und man sich im nüchternen und gezügelten StudiVZ wiederfindet; wahrscheinlich mit einem Kater.

Henry Nitzsche und die Multi-Kulti-Schwuchtel

Heieiei! Die sächsische CDU wieder mit ihrem Henry Nietzsche. 2003 meinte er schon, dass einem Muslimen eher die Hand abfaulte, als dass er die CDU wählte. Das war die Reaktion auf die Hohmann-Rede. Kritik damals auch von Angie. 2005 dann das Wahlkampfmotto “Arbeit, Familie, Vaterland”, das vorher auch schon die NPD genutzt hatte [siehe]. 2006 dann, laut Tagesspiegel und LVZ [siehe SpOn], eine neue ‘Verbalentgleisung’: Patriotismus würde gebraucht um vom ‘Schuldkult’ herunterzukommen, und damit Deutschland nie wieder von ‘Multi-Kulti-Schwuchteln’ in Berlin regiert würde. Krass, falls er es tatsächlich gesagt hätte! Falls ja: Meinte er damit Hitler? Laufen vegane Österreicher mit devotem Hund unter ‘Multi-Kulti-Schwuchtel’? (Oder ist da etwa der in Dresden lebende und in Polen arbeitende Hildesheimer gemeint?)

Ich glaube übrigens nicht, dass er Henning Schürig meint. Lesenswert ist dessen Blog für ‘Multi-Kulti-Schwuchteln’ und angeschlossene allemal.