Irgendwie sehe ich gerade nicht den Sinn des Kundenjournals der Leipziger Wasserwerke. Das kommt regelmäßig und wird zum Glück immer schmaler (jetzt nur noch 8 Seiten), so dass die Altpapierextrabelastung doch noch vertretbar bleibt. Aber warum sollte man etwas über die Aktionstage am Augustusplatz lesen, wenn man sie selbst erlebt hat? Und warum soll man eigentlich solch furchtbare Märchenmetaphern ertragen: “Bis es soweit ist, hält Dirk Thärichen den Froschkönig fest in der Hand. Der wartet auf viele Spendenküsse, denn nur sie können das Stadtbad aus dem Dornröschenschlaf wecken” (aquaL 4/2006, 5)? Der Frosch gehört an die Wand geklatscht, nicht geküsst! So wird ein Prinz draus–wenn man Glück hat. Neben Selbstbeweihräucherung und Berichten über andere Marketingaktionen gibt es dann noch anderthalb Seiten über den Austausch von Bleirohren. Das hätte ja vielleicht auch in die Volkszeitung, auf ein Flugblatt oder ins Internet gepasst.
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