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Monthly Archives: September 2006

Uwe ist so sexy; und schlau ist er auch!

Stefan Schmitt schreibt bei SpOn über Vornamen-Vorurteile.

“Ist Birgit attraktiv oder hässlich? Ist Christian dumm oder schlau? In welche Schublade wir jemanden stecken, hängt enorm von seinem Vornamen ab. Das haben deutsche Psychologen herausgefunden – sie verraten, mit welchen Namen man am besten wegkommt.”

Udo Rudolph, Robert Böhm und Michaela Lummer (alle Sozialpsychologen | TU-Chemnitz) haben untersucht, was bei vielen Menschen im Kopf abläuft, wenn sie einen Unbekannten kennen lernen. Vom Vornamen ausgehend schlössen viele Menschen auf das Alter und dann auch auf die Attraktivität und Intelligenz der jeweiligen Person. Älter heißt dabei dümmer und hässlicher.

Ob da wirklich etwas (außer einem statistischen Effekt) dran ist? Wer von euch einen intelligenten und attraktiven Dirk, Frank, Heiko, Holger, Jens, Jörg, Mario, Mike, Olaf, Peter, Torsten oder Uwe persönlich kennt, möge bitte diesen Eintrag kommentieren!

Blue Screen

Na, da wird es wegen eines Elektroschadens am IJsselmeer dunkel bei den Blauen und vielleicht auch voll im Verkehrsgarten. *lol*

Harms lädt Extremisten zum Zensurdruck ein

“Fotomaterial zu dieser Produktion könenn [sic] wir momentan leider nicht zur Verfügung stellen! Wir bitten um Ihr Verständnis.”

So schreibt Alexander Busche von der Deutschen Oper auf deren Website. Natürlich geht es um die gestoppte Wiederaufnahme von Idomeneo. Kirsten Harms sprach gestern im Parkett-Foyer, schön in weiß, und in den Tagesthemen, ebenfalls in weiß, über die Gründe. Die Inszenierung des Regisseurs Hans Neuenfels hätte aus Angst vor islamistischen Störungen vom Spielplan genommen werden müssen. (In der Schlussszene werden die geköpften Häupter von Religionsgründern (Mohammed, Jesus Christus, Buddha und Neptun) vorgeführt.)

Obwohl das ganze wie ein PR-Gag für die Oper klingt–denn so bescheuert kann ja keine Intendantin wirklich sein–, bietet die Oper keine Bilder für die Presse an (zum Glück hat SpOn ein Foto-Set) und möchte auch nicht all zu intensiv über den Vorgang berichtet wissen (siehe Anne-Will-Interview). “Verständnis” kann man dafür wohl kaum erwarten.

Nach zehn Jahren

Irgendwie werden doch alle älter. Die anderen immer mehr als man selber. Aus Jungs werden richtige Kerle, aber manche bleiben, zum Glück, wie sie immer waren: Kinder eben. Ich hoffe, ich gehöre dazu. Dass bei mir nicht das Kinderkriegenfernsteuerungsprogramm läuft lobe ich, da ich gesehen habe, wie aus Mädchen Muttis werden. Da dreht sich alles nur um das eine, und das ist viel schlimmer als bei Männern, bei denen sich ja ohnehin immer alles um Sex dreht.

Zum nächsten Klassentreffen werden wir vielleicht einen Tisch der Kinderlosen aufstellen, und wer dann in zehn Jahren immer noch dort sitzt, ist dann gleich ein Outlaw. Mein Vorschlag, in die Adressliste unseres Abi-Jahrganges gleich den Familienstand und die Anzahl der Kinder einzutragen um der lästigen und unverschämt indiskreten Fragerei aus dem Weg zu gehen, stieß als Reaktion nur auf ein Lächeln. Vielleicht hätten einige sonst ja gar nichts zu erzählen. Ich habe aber etwas gelernt über Comics (von Sandra), Globus (den Supermarkt / von Enrico), Promovieren in Berlin (von Torsten), Klatsch und Tratsch (von Karin) und wie sich manche doch noch machen (… / … / …). Vielleicht hefte ich mir in fünf oder zehn Jahren ein Schild an um unbotmäßige Anfragen abzublocken?

Gash or Tash?

Can you tell the difference? Have a try (quiz by Rob Manuel / background music by Weebl).

Bare Branches in Meck-Pom

Methusalem-Schirri schreibt gestern in der FAZ und heute bei SpOn über Triebwähler in Meck-Pom:

“Je mehr heiratsfähige Männer aus sozialen Gründen daran gehindert werden zu heiraten, weil es die Frauen dazu entweder nicht gibt oder von denen, die es gibt, keine die Zurückgebliebenen haben will, desto mehr Testosteron zirkuliert.
‘Bare branches’ – nackte Äste werden diese Milieus junger Männer inmitten alter Leute in Indien und China genannt, wo der Männerüberschuss (aufgrund der Abtreibung von Mädchen) ganze Regionen mit Gewalt überzieht. Junge Männer ohne Zukunft sind eines, junge Männer ohne Zukunft und ohne die Chance zur festen Bindung etwas anderes; und junge chancenlose Männer, ohne die Chance zur Heirat, ohne Arbeit und als Teil alternder Gemeinschaften sind schlichtweg explosiv.”

Nicht nur politischer Radikalismus an sich, sondern auch Frauenmangel und Überalterung sind der Grund, weshalb in diversen Regionen der heutigen DDR* ein gewaltbereiteres Milieu entsteht, in dem radikale rechte Parteien gewählt werden. Das hat mit den von den rechten favorisierten Männerbündnissen zu tun. Kein Job, keine Frauen, keine Chancen, selbst zu blöde: da säuft und kloppt man sich eben–das ist bekannt–und fühlt sich zu männerbündischen Lebensformen hingezogen…

Hmm? Vielleicht sollten die Stargayte– und Cocks-Betreiber es mal in diesen Gegenden versuchen? Dann hätte man vielleicht ruck, zuck eine breite Basis Grünen- und FDP-Wähler, die sich dann nur noch zum CSD in Warschau oder in Moskau rumkloppen und sich sonst gegenseitig Kuchen backen und Topflappen häkeln.

[* Pardon, vertippt. Meinte so ziemlich alle “national-befreiten Zonen” in Ostdeutschland = die furchtbare Provinz]

Sensu Hörprobe

Sensu haben immer noch keine Hörproben auf ihrer Website. Schade! Deswegen hier einfach einmal der Party-Kracher (MB-Montagsdemobesucher der ersten Staffel kennen ihn) der Heidelberger. Vielleicht als Anreiz, in Zukunft etwas fleißiger zu werden. 😉

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

Herzlich…

Seife rätselt heute über die Bedeutung der Herzen in der leipziger Innenstadt. Sind die Wasserwerke schuld, und was haben die genau vor?

Schau mal, ein Flugzeug!

Hana Jensel hat ja in ihrem Buch Zonenkinder* so manche erstaunliche Befindlichkeit ostdeutscher Menschen meiner Generation festgehalten. Da ist das Gefühl, eben weder Playmobil– noch Lego-Kind gewesen zu sein, wenn man im Ausland Erfahrungsberichten der anderen Deutschen lauscht. Da ist die Erfahrung, dass die Eltern einem irgendwie nicht so die Ratschläge zum Überleben im System geben können, weil sie genau so lange darin sind wie die Kinder etc…

Was sie aber vergessen hat ist die eigenartige Angewohnheit, jedes vorüberfliegende Flugzeug, jeden Hubschrauber zu kommentieren. Vielleicht liegt das daran, dass es früher so wenige davon gab. Dieser Flugzeugmangel sitzt noch in den Köpfen die sich dann automatisch drehen, immer wenn ein Motor am Himmel brummt. Leute zeigen nach oben, bleiben stehen, schauen nach. Bin mal gespannt, was passiert, wenn DHL in Leipzig ist. Ob der Verkehr ob der vielen angefahrenen Fußgänger auf den leipziger Straßen zum Erliegen kommt?

* [irgendwo ist da ein Dreher drin]

Schule für Popularmusik bald auch in Leipzig

Am 24. September macht endlich eine Filiale der Modern Music School in Leipzig auf. Dann haben wir unsere eigene ‘Pop-Akademie’, nur mit dem Unterschied, dass die MMS eben eine richtige Musikschule ist und keine TV-Sternchen fünften Ranges sondern Leute hervorbringt, die dann bei Juli, Silbermond, Captain Overdrive oder Gusto mitspielen. Der Schlagzeuger Dirk Brand hat mal mit Gloria Gaynor gearbeitet und lädt im formschönen Flachbau am Bayerischen Platz zum Probieren ein. Das wird ein Spaß!

Tod und er

Jetzt ist er gestorben, der Joachim Fest. Aber wie ist das eigentlich bei großen Biographen? Wer schreibt ihre Biographie? Über James Boswell gab es wohl erst einmal kein großes Werk. Klar, schließlich hatte er sein Leben auch mit Johnson gelebt und auch anderweitig sich selbst in seine Biographie einfließen lassen. Ob Joachim Fest jetzt in seiner Hitler- oder in seiner Speer-Biographie steht? Im Gegensatz zu Boswell hat er eine richtige Autobiographie vorgelegt. Von diesem tauchten in den 1920er Jahren lediglich die Tagebücher auf, die später veröffentlicht wurden. Wie dem auch sei. Wer zur Fest’schen Speer-Lesung am 17. März 2005 in der Albertina war, wird sich gut an ihn erinnern (nicht nur, weil eine Fotografie des Publikums auf dem Leipzig-Liest-Programm 2006 auftauchte) und wissen wie schlecht man doch auf den Stühlen der Universitätsbibliothek sitzen kann. Vielen Dank Herr Fest für diesen schönen Abend!

Bahn fördert Kunst im öffentlichen Raum

Die Bahn fördert auf dem Leipziger Hauptbahnhof junge Kunst. Hier ein Objet trouvé in der Westhalle. Auch Touristen sollen mit dieser Aktion in den Bahnhof gelockt werden.

Ostthüringen und die deutsche Standardsprache

Wie es bei einem Blick in die Titeleien scheint, werden beide relevanten* aktuellen deutschen Rechtschreibwörterbücher in Pößneck beim GGP gedruckt. Damit ist Ostthüringen nach Georg von der Gabelentz das erste Mal wieder ein Zentrum der deutschen Sprachwissenschaft (*lach*). Wie schön!

[*: über Zehetmairs/Bertelsmanns Werk kann man sicher streiten, medienpräsent ist es allemal]

“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03…

“Im Alter von 91 Jahren starb am Sonntagmittag (03. September 2006) die Schauspielerin Annemarie Wendl an den Folgen eines Herzversagens in ihrer Münchner Wohnung. Dies gab die Familie am Montagnachmittag bekannt. Annemarie Wendl gehörte seit dem Start der ARD-Serie ‘Lindenstraße’ im Jahre 1985 zum Ensemble der Dauerserie und verkörperte fast 21 Jahre lang die Rolle der Else Kling.”
[hier Bild hier]

Zwar bin ich kein Fan der Lindenstraße, zählte Frau Wendl aber doch zum TV-Urgestein der Republik. ‘Else Kling’ sagte doch allen was. Schade: Keine neuen Witze mehr über fiese alte Nachbarsweiber oder Dinge, die schee machen…

“Mei Serie hätten S’ mi scho zu Ende schaun lassen kinna. Jetzt weiß i gar nimmer, wie’s ausgeht!”
“Aber ich weiß es, Else. Es geht gut aus.”
“Dann bin i froh. Mei, dann bin i froh.” [hier]

Ciao Annemarie Wendl!

Web 2.0: The Blogging Spectrum

Stuart Brown proposes an alternative classification system for the blogosphere. His taxonomy aligns itself to the model of the visible light spectrum:

“[T]here are any number of ways to categorize the multitude of blogs out there, but I have elected to go for a continuous scale, based primarily on the type of content prevalent on blogs. At the red end of the spectrum are link-posting blogs, primarily links to other content and media, and at the violet end are blogs that deal purely in original research and thinking, usually consisting of original written articles.”
[here]

I wonder why one should categorize blogs anyway. A spectrum isn’t quite helpful either since it doesn’t really have set cats and subcats. “If you are looking for a yellow-greenish blog, you might be right here…”

Was meint Herr Bienert?

Wellen. Bei der Liebe am Nachmittag war ich aber ratlos…

Das Reich hockt in seinem Bunker

Magdeburg ist eine Stadt in Deutschland. Sie ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und die flächengrößte Stadt sowie eines der drei Oberzentren dieses Bundeslandes. Magdeburg ist sowohl katholischer als auch evangelischer Bischofssitz und Standort zweier Hochschulen: der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH).

Die Stadt liegt an der Elbe und am Rand der Magdeburger Börde auf altem Kulturboden. Im Jahr 2005 feierte sie ihr 1200-jähriges Bestehen.
[wikipedia]

Soweit Wikipedia. In Magdeburg liegt auch Otto der Große. Ansonsten ist dort entweder Safari (jeder trägt beige oder eine ähnliche Unfarbe) oder DDR (hat sich aber ganz schön entwickelt, mein Geburtsland, in den letzten 16 Jahren: vgl. Video).

Oh, und dann ist da noch eine ganz furchtbare Ausstellung zum “Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen“. Diese Ausstellung findet in einem Bunker statt. Es wimmelt von tollen Exponaten, aber ständig tritt einem einer der anderen Besucher auf den Zeh, rammt einem die Tür in den Rücken (wenn man versucht die am Boden befestigten Beschriftungen im Dämmerlicht zu entziffern) oder stinkt einfach so. Ist nicht leicht im Bunker. Einen Kurator scheint es auch nicht zu geben, oder er kommt wirklich aus der Zeit der aktiven Bunker im Reich…