[Bild]Ein Held unserer Zeit: Gregori Perelman. Er hat die Poincaré-Vermutung bewiesen. Er hat die Fields-Medaille nicht persönlich angenommen und zeigt damit, dass Wissenschaft mehr ist als Drittmittelakquise und die Jagd nach neuen Einnahmequellen. Es scheint ihm lediglich um die Sache an sich zu gehen. Wird doch immer gesagt, dass Wissenschaft seit geraumer Zeit nicht mehr die Angelegenheit verschrobener Genies sei sondern ein kollaboratives Projekt, beweist er doch das Gegenteil. Da hat der Elmar Schenkel mit seinem Buch Die elektrische Himmelsleiter: Exzentriker in den Wissenschaften Recht und seine Rezensenten wie Jürgen Kaube Unrecht: Wissenschaft kann eben doch von visionären Einzelgängern getragen werden, nicht nur von kognitiven Gemeinschaften.
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Solitärkommentar
Ja und nein. Ich bin ein großer Bewunderer Perelmans, weil es ihm in der Tat praktisch ausschließlich um die Sache geht. Dabei gräbt er sich tief in das Problem ein, und er erschließt es sich mit langsamer Präzision. Besonders schnell ist er in der Tat nicht, ganz im Gegensatz etwa zu dem brillianten “Wunderkind” Terence Tao.
Trotzdem lebt auch Perelman nicht im wissenschaftlichen Vakuum. Seine Lösung der Poincaré-Vermutung beruht auf dem von Richard Hamilton aufgezeigten Lösungsansatz über den Ricci-Fluß. Nur hing dieser Ansatz jahrelang an einem technischen Punkt fest. Den hat Perelman durch ein tiefes Verständnis des Problems überwunden.
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