Vor der herkömmlichen Süßstoffbrause schrecken die meisten Männer offenbar zurück. Kein Wunder: Sie hat ein Image zwischen Weight-Watchers-Damenkränzchen und Kokshinterzimmer bei den Mailänder Modenschauen. Der Zusatz „light“ klingt nach Halbfettmargarine, Spaghettitop und rosa Handtäschchen. höchstens Prosecco-Tunten in Szenecafés sagen: „Ich hätt’ gerne eine Cola light.“ Unvorstellbar, daß ein echter Hetero-Macker, sei er noch so diätbedürftig, diesen Wunsch in der homophoben Eckkneipe seiner Wahl äußert. Dagegen „Coke zero“! Das klingt nach Bruce Willis, der, das Unterhemd verschwitzt und besudelt von Terroristenblut, am Tresen einer Kaschemme lehnt und mit heiserer Stimme knurrt: „Eine Zero!“ Dieses Zeug, so die Botschaft, ist nichts für Frauen und Warmduscher, es ist hart, ehrlich, kompromißlos: „zero tolerance“. Seltsam, daß Coca-Cola nicht an den Originaltitel von Bruce Willis’ Action-Reißer „Stirb langsam“ gedacht hat: „Die hard – Coke zero“. Das wäre doch ein bärenstarker Werbespruch. [FAZ 2.8.2006, 36]
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