Skip to content

Stadt Land Fluss

Gerade Stadt Land Fluss gesehen und sehr begeistert. Nein, das ist keine Rezension. Aber ich möchte doch Benjamin Cantu loben, weil er Setting und Stimmen der Figuren (ob fiktional oder “authentisch” (im Presseheft spricht man von halb-dokumentarisch, glaube ich)) so wahrheitsnah und glaubwürdig wirken lässt. Natürlich sind Glaubwürdigkeit oder Wahrheitsnähe keine relevanten Kategorien für Kunst. Aber queere Liebesgeschichten befinden sich traditionell in einem besonderen Spannungsverhältnis von Wunsch und Wirklichkeit der Leser und der Fiktionalisierung von beiden. Forster hatte schon das Problem mit seinem Maurice. Wie soll man diese Liebesgeschichte enden lassen? In einem wahrheitsnahen schrecklichen Ende, einem Skandal und einem Bruch? Oder soll man ein Happy Ending kreieren, dass dann dem Leser gefällt, ihn nicht in das Grau der Wirklichkeit und seine gesellschaftsbedingte mutmaßlich verlogene und gefürchtete Seinsweise zurückwirft? Total unglaubwürdig. Bei Forster geht das Paar fort. In den Wald. Ins Grüne. In eine Art Überrealität, die dem Wesen des Menschen und der Natur näher ist. Cantu macht einen Schnitt und beendet den Film. Das Paar, das seine Liebe nur in der Großstadt oder im Geheimen zu leben für möglich hält, bleibt dort wo es ist: in einer tiefen Nähe, mitten im ländlichen Milieu, in der Provinz Brandenburgs, auf dem Hof der LPG. Wo soll es auch hin? Nach Berlin, weg aus der Heimat? Und da eine Zukunft ihrer Liebe, dort wo sie in diesem Moment ist, undenkbar ist, friert die Zeit ein, endet der Film dort wo er am Schönsten ist. … Mehr nicht. Lesenswert ist das Presseheft von Salzgeber (PDF), in dem überaus spannend der Hintergrund des Drehs beleuchtet wird (das Halbdokumentarische). Der Regisseur kommt auch zu Wort und berichtet davon, dass die von mir als undenkbar bezeichnete Liebe vielleicht doch denkbar ist… Mir bleiben die Bilder, der Sound und der Geschmack des Ländlichen, des Ostdeutschen, der Provinz. Sie sind ernüchternd und heimelig zugleich. Und–obgleich Cantu was anderes behauptet–glaube ich, dass es für dieses Gefühl gut ist, dass der Film mit der Umarmung endet.

Jay Brannan – “Beautifully”

Sehr schön meta, Brannans Video zu “Beautifully“: Musikvideodreh im Musikvideo, Brannan in verschiedenen Rollen, Überzeichnung von Setting und Plot… Fehlt eigentlich nur, dass jemand Star-Spangled Banner anstimmt. (Sorry.)

Adblock jetzt auch zur Offline-Nutzung verfügbar


[via]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Kräckebrotschnitte mit Marmelade


["Knäckebrotschnitte mit Marmelade"]

“Vada a bordo, CAZZO!”- Shirt

This is What Wikipedia’s Protest against SOPA and PIPA Looked Like / 2012-01-18

[This is a post for historians of the future, when Wikipedia, after it will have been forbidden entirely (like all major "anarchistic" publications of the early years of the State-Grid-Halliburton-Google-Web (called World-Wide-Web back then)), will also have been systematically purged from all archives.]

Users at the time were not fully aware of the threatening danger posed by a legislation influenced by state politics/old-ecomnomy oligarchs/criminal syndicates to free speech, network neutrality, accessibility of internet services, … (plus the once in a century chance to change the whole planet for the better), worldwide. Therefore, they, instead of joining the protest, rather switched off JavaScript on Wikipedia.org and complained about those political nerds/idiots. Could they actually be so naive to believe that they could possibly change anything?

25% Steigung in Trier


["25% Steigung, Trier", 2011-09-25]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Unappetitliche Farben an Kassler mit Blumenkohl


["Kassler mit Blumenkohl", 2011-09-25]

Pingu’s “The Thing”

You probably know the British-Swiss stop-motion claymated television series. Very cute. But the penguin colony seems to have problems, too. With alien life forms, for example. Have a look at the pinguinized remake of John Carpenter’s The Thing by Lee Hardcastle.

[via]

В лесу родилась елочка

[Besondere Weihnachtsgrüße an Frau Schugens, von der ich dieses Lied einmal gelernt habe.]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Brotbüchsengeometrie


["Brotbüchse", 2011-09-08]

Habe ich schon erzählt…

…wie ich neulich so in Ägypten war, fing plötzlich das Fahrrad an zu klappern. Da haben wir kurz angehalten, eine Schraube fest gedreht und waren nach fünf Minuten schon wieder aus Ägypten raus. Ruhige Gegend…

Book Cover of the Future…

… or just some gimmicky idea whose effect on the reader will wear off quickly? [via, more]

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Faserrichtungen


["Schweinebraten", 2011-09-04]

Adventsmusik: “Deck the Halls”

American Christmas Music

In case you don’t know the songs listed as part of the annual reincarnation of the baby boomers’ perfect Christmas, have a listen. This is all from the 1950s.

Aus der losen Reihe “Food Photography zum Wegrennen”: Trocken


["Trocken: Rindswurst, Bohnen, Salzkartoffeln", 2011-07-10, Klicken zum Vergrößern.]

Aus der Losen Reihe “Radfahren in Trier”: Eine offizielle Guillotine der Straßenbauverwaltung?

Wer in Trier Rad fährt, kennt das: Glas auf dem Radweg, Autos (auch mal Polizei) parken auf dem Radweg, Beschilderung ist komplett irre (man wird gern mal mit dem Rad per Pflichtschild auf einen Radweg gezwungen, der sich nach einigen Metern irgendwie verliert oder in gefährlichen Sackgassen endet (z. B. in der Einmüdung der Aulstraße in die Matthiasstraße oder in der Nähe des Stadtbades)). Ein besonderes Ärgernis sind aber die absichtlich abgestellten Schilder auf Radwegen (neben Baumaschinen, Laubhaufen, abgesägten Ästen…). Eigentlich müssten ja gerade die, die für das Aufstellen der Schilder zuständig sind, sich auch um die Sicherheit auf den Radwegen kümmern. Oder geh ich da fehl? Wie ignorant müssen die eigentlich sein? Ein Beispiel:


["Schild auf Radweg in Trier", 2011-09-25]

Humanoider Dreck…

…an der Fensterscheibe

Rotationshyperboloidenromantik

Naturzug-Kühlturme haben die Form von Rotationshyperboloiden, weil man mit wenig Material eine stabile Form gießen kann. Wer die Funktionsweise dieser Türme nicht kennt, wird vielleicht erstaunt sein zu erfahren, dass die ziemlich dünnhäutig sind. Das ist nicht verwunderlich, denn sie sind leer. Da ist nichts drin außer Luft. Man könnte in ihnen rumlaufen, wenn sie in Betrieb sind. Allerdings plätschert dann das Wasser ziemlich laut, und so läuft man bei Besichtigungen in der Regel durch gerade nicht laufende Kühltürme. Das ist ein außergewöhnliches Erlebnis und jedem zu empfehlen. Schon allein wegen der Perspektive vom Boden eines hohlen Rotationshyperboloiden. Da ich keine Fotos aus dem Innenbereich machen durfte, hier nur von außen…


["Dampfturbinenläufer an Kühlturm", 2011-09-09]