
[Ein Verweis auf das bekannte Video von Elsterglanz (vgl. 1:44-2:02).]
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[Ein Verweis auf das bekannte Video von Elsterglanz (vgl. 1:44-2:02).]

Als Frau hat man dann sicher immer das ungutes Gefühl, doch etwa die falsche Option ausgewählt zu haben…

Fast hätte ich es vergessen: Natürlich proppenvoll. Aber: Das Publikum sehr angenehm. Der Frauenanteil irgendwo zwischen zehn und dreißig Prozent. Die halbe Albertina da. Eher weniger der Muldentalkreis. Nur leider die Musik kacke. (Warum muss die Qualifikation des DJs eine Perücke sein? Und warum steht da etwas von Indy im Programm, wenn es doch nur… Aber gut. Jetzt nörgel ich schon wieder…)
Auf jeden Fall ist der–Hmm, wie soll man das nennen?–das Ding da bei RTL-explosiv sehenswert. Nicht weil es irgendetwas erklären würde. (Mir scheint es eher Desinformation zu sein.) Der Unterhaltungscharakter von so viel Blödsinn ist allerdings nicht zu leugnen. Wenn es nicht Leute gäbe, die glauben, was da erzählt wird, wäre es gar nicht schlimm.
Da es aber Leute gibt, die das glauben, ist es legitim, nein sogar geboten, den Journalisten, die solch einen unfassbaren Mist verzapfen einmal auf die Füße zu treten, wie es Lukas von Coffee and TV macht.

In den alten Tagen der Billigproduktion hat man auf vieles verzichtet. Sogar auf das Anbringen von Sollbruchstellen. In der internationalen Produktion von Badelatschen aus Kunststoff gab es noch kein Phöbuskartell und keine Haltbarkeitsregel. Deswegen leben meine Latschen jetzt schon vielleicht fünfzehn Jahre. Weil sie nicht kaputtgehen, kann ich auch nicht umsteigen auf modischere Adiletten oder gar auf Zehenstegsandalen (es wäre Verschwendung). Nach Angabe meiner alten Chemielehrerin zerfällt Kunststoff erst nach ein paar Millionen Jahren. Wenn das stimmt, muss ich den Umstieg zum moderneren Modell wohl noch einmal verschieben.

Es gibt ja diese Seiten, meist am Ende von Tageszeitungen, auf denen Boulevardeskes gehandelt wird. Das Zeug, dass es im ehemaligen Leitmedium Fernsehen im frühen Vorabendprogramm zuhauf gibt: D-Promi-News, Modetrends und anderen Blödsinn. Michael Jackson im Rollstuhl und Ethan Hawke, der sein ehemaliges Kindermädchen heiratet. Diese Seiten heißen manchmal “Vermischtes” oder “Aus aller Welt” oder gar “Magazin”, wie bei der Frankfurter Rundschau. Und in dieser gibt es heute eine recht empfehlenswerte Analyse des Phänomens “Mario Barth”.
Zum Kommentar einer Barth-Anhängerin schreibt der Autor darin:
Eigentlich, so schrieb die Frau, kenne man derlei Witzigheit vom eigenen Freund. Aber sie fände es trotzdem super! [...]
“Trotzdem super!” ist die Durchhalteparole der Traurigen–gegen die ewige Zumutung durch das schier unerreichbar Schöne und Gute. “Trotzdem super” finden viele triste Urlaube, lieblos zubereitetes Essen, Fuselwein, abgeschmackte TV-Shows, öde Filme, Dieter Bohlen und Matthias Riechling. Mit “trotzdem” reden sich viele erst ihr gebremstes Bemühen schön, dann das Ergebnis, letztlich die Resignation, kurz: das mittelmäßige Scheitern.
Zwar steht Mark Oberts Text neben der “Meldung” über Michael Jackson, dem sich angeblich die Haut vom Gesichte schält, aber es ist trotzdem (!) schön zu wissen, dass man “Magazin” auch so machen kann.

Es ist da: das neue Buch, das nun zur Anbetung oder, wie das I Ging, zur Beantwortung der wichtigsten Fragen dienen soll: Wo kommt der Verlag her, wo geht der Autor hin? Zum ersten Mal werden in der dritten Ausgabe des MLA Style Manuals die Neuerungen, die anderenorts erst ab 2009 gelten sollen, veröffentlicht. Dazu gehört beispielsweise die Angabe von URLs. Was nützen sie einem, wenn sie sehr schnell veralten oder ellenlange Session-Daten enthalten? Wie man in Zukunft MLA-genormt damit umgehen soll, kann man jetzt in Kapitel 6.7.1 lesen.
Pride Season ist ist nicht nur in Köln oder Berlin, sondern auch in Leipzig. Das Schöne an Leipzig: Man möchte auch politisch und kulturell sein. Dafür gibt es viel Beifall, und die Veranstaltung sind bis zum Anschlag mit Aktivisten gefüllt, wie man bereits ganz am Anfang, am Samstag bei der “Queeren CSD-Eröffnungsparty mit DJane Claudia K.” in der Frauenkultur in der Windscheidstraße erleben konnte. Massenhaft strömte man nach Connewitz um zu tanzen und gleichzeitig für die gute Sache … §$%&/ kratz )%/$” spring &$§)%) …

[Huch! Da stehen ja nur ein paar Leute vor dem Haus (und es ist keine Warteschlange). Öh hm?]

[Huch! Da ist ja auch kaum jemand im Haus (Hängen da etwa Aquarelle?). Öh hmhm?]
Ja, war irgendwie ziemlich leer dort in der Windscheidstraße. Ein paar Frauen, die zur Stammbelegschaft zu gehören schienen. Ein junger Mann mit Partei-Name-Badge stolperte auch noch durch die Anlage. Ansonsten war es das. War es das wirklich? Ja.
Ich möchte wetten, dass zum großen Pride-Ball eine Woche später die Kongresshalle am Zoo proppenvoll sein wird. Und über diesen anzunehmenden Umstand könnte ich mich wieder aufregen. Tue es aber nicht, sondern lese die Pressemitteilung Nummer 001, in der “das bewährte Konzept mit den drei Säulen Politik, Kultur und Party” gelobt wird. Irgendetwas scheint mir daran nicht zu stimmen. Irgendwas steht da schief. Selbst die Partysäule scheint nur dann nicht zu kippeln, wenn man sie mit genug Trash oder “knackig rattigen Terrorschwestern” unterfüttert. Autsch!

Einen schönen Kaffee und ein Stück Sülze. Oder vielleicht doch Leber? Matjesfilet passt zu Espresso, aber zum Milchkaffee? Schnitzel?
Na, was ist denn da los?


Die Heinzelmännchen von der Radrennbahn haben ü-ber-all in der Stadt grüne Plakate geklebt. Hoffentlich hat es sich gelohnt und das Leipziger Prolog-Festival, das mit dem Fockebergzeitfahren am Sonntag verbunden ist, wird voll und cool und alles. Neben den Leipzigern A Heart Is an Airport, Mikesh, Outcry und Palestar kommen ein paar Bands von weit weit weg in die Pleißemetropole. Plata O Plomo, nämlich aus dem wunderschönen Magdeburg, Timid Tiger aus Köln und The Horror The Horror aus Sörmland. Schon einmal reinhören:

[Frankfurter Rundschau, 2006-6-30, S 13]
Den Post von Batz zum Tag gegen Homophobie muss ich verlinken. Zum einen, weil seine Aufstellung der Aussagen von “Ich hab ja nix gegen … aber”-Mitbürgern unterhaltsam ist, zum anderen, weil sie jeder schon einmal gehört hat oder gar selbst verwendet. In ein paar Tagen beginnt in Leipzig die CSD-Woche. Ich hatte mich im letzten Jahr schon ein bisschen über die von mir empfundene Janusgesichtigkeit dieses Projekts ausgelassen (und ein bisschen vergaloppiert), aber: dass die Veranstaltungen des CSD politisch sind und dass richtige und gute Forderungen aufgestellt werden, ist sehr lobenswert und verlangt auch nach Interesse und Unterstützung. Deswegen, Freunde der Sonne, werft einen Blick in das Programm des CSD in Leipzig und geht hin!
Schlimm ist es, wenn man den Feiertagsgruß “Happy Kadaver” erhält. Man kann davon ausgehen, dass gerade Fronleichnam ist. Okay. Eine sehr freie Übersetzung. Viel schlimmer noch ist, wenn man das allerdings mit dem Cadavre Exquis verwechselt, weil man sich viel zu lange mit surrealistischen Spielereien beschäftigt hat.
Man ist ja in der Türkei ganz stolz auf die Erfindung des Sekundencountdowns an den Ampeln der großen Straßenkreuzungen. Das gibt dem Fahrer die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er noch ein bisschen Gas geben soll oder schon ausrollen lassen kann, wenn die Ampel auf Rot wechselt. Umgekehrt kann man beim Warten getrost seinen Motor abstellen, da die Ampel nicht unerwartet auf Grün springt. Eine schöne, eine ökologische, eine sichere und auch eine ergonomische Erfindung (man muss nicht mehr die ganze Zeit auf das Licht starren). Warum man das in Deutschland nicht übernimmt, ist mir schleierhaft. Ich tippe auf Stolz oder Arroganz.
Das bewegte Ampelmännchen an Fußgängerampeln ist natürlich, im Gegensatz zur Sekundenanzeige, eine bloße Spielerei, die nur für touristische Filmaufnahmen dienen kann.

[Gestern im Briefkasten.]
Zum Glück darf man aber auch auf die BRD setzen…

…aber glücklich. Whow!
UPDATE: Bilder gibt es bei der nato und bei der Lokalpresse (die wohl schon etwas früher nach Hause wollte). Demnächst auch bei Wilma.